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Best Paper Award 2021

Jedes Jahr wählen die Mitglieder des Herausgeberbeirats von transfer – Zeitschrift für Kommunikation und Markenmanagement die besten Beiträge des vergangenen Jahres. Der Best Paper Award wird an Beiträge aus den beiden Kategorien „Forschung und Essay“ sowie „Praxis“ vergeben. In der Rubrik „Forschung/Essay" sind zwei Beiträge mit derselben Anzahl von Stimmen gewählt worden. Wir freuen uns, die folgenden drei Beiträge aus dem Jahr 2021 auszeichnen zu können.

Best Paper aus der Kategorie "Forschung/Essay"

Prof. Dr. Tobias Heußler
Professur für Sales Management, Wiesbaden Business School, Hochschule RheinMain, Wiesbaden
Tobias.Heussler@hs-rm.de

Chatbots und Kundenverhalten. Stress und Aufgabenkomplexität als Einflussfaktoren auf die Kundenbindung

Erschienen in Ausgabe 1/2021, S. 6-13

Bots sind Computerprogramme, die Nachrichten entschlüsseln können und innerhalb kürzester Zeit mit vorprogrammierten Antworten reagieren. In Form von Chatbots oder digitalen Assistenten ergänzen sie im Kundenservice zusehends die Kommunikation zwischen Menschen. Ihr Einsatz steigert die Effizienz im Kundenservice. Sie erhöhen einerseits die Verfügbarkeit und senken gleichzeitig die damit verbundenen Kosten. Doch was passiert in komplexen und stressigen Situationen? Mit Hilfe von zwei Experimenten werden die Aufgabenkomplexität und Stress als Einflussfaktoren auf die Bereitschaft, Chatbots zu nutzen und weiterzuempfehlen, untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die moderierende Rolle beider Einflussfaktoren. Der erfolgreiche Einsatz von Bots hängt demzufolge entscheidend von der Gesprächssituation im Kundenservice ab und bedarf einer gezielten Steuerung.


Prof. Dr. Klaus Schönbach
Honorarprofessor, Zeppelin-Universität, Friedrichshafen; Honorary Fellow, Amsterdam School of Communication Research, Universität Amsterdam
klaus.schoenbach@zu.de

Werbewirkungen: Der neue Ruf nach Grundlagenforschung

Erschienen in Ausgabe 4/2021, S. 6-13

Ob Werbung zu wirken verspricht, wird in der Praxis meistens mit Hilfe von Traditionen, Erfahrungswissen und punktuellen Erfolgskontrollstudien beantwortet. Neuerdings jedoch fordern prominente Werbefachleute mehr wissenschaftliche Grundlagenforschung. Sie solle doch endlich mal in Angriff genommen werden. Diese Grundlagenforschung gibt es aber schon seit fast 2400 Jahren – mit einem beispiellosen Aufschwung in den letzten 100 Jahren. Ihre Ergebnisse sind in der Werbung und im Marketing oft nur nicht bekannt – oder werden bewusst übergangen. Dieser Beitrag will erklären, warum das so ist, was Werber*innen und Marketer*innen dadurch entgeht und was sich am Verhältnis zwischen Grundlagenforschung und Werbepraxis verändern ließe.

Best Paper aus der Kategorie "Praxis"

Dirk Ziems
Geschäftsführer von concept m und flying
dirk.ziems@conceptm.eu

Neubestimmung nach Corona. Die psychologischen Auswirkungen der Pandemie auf Konsumkultur, Märkte, Marken und Werbung

Erschienen in Ausgabe 1/2021, S. 23-29

Die psychologische Perspektive auf die Pandemie-Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Konsumkultur gibt reichliche Aufschlüsse für das tiefere Verständnis der Stimmungsausschläge der Konsumenten, den veränderten Sinnaufladungen von Branchen, den neuen Funktionen von Marken und den neuen Wirkungschancen und Wirkungsbarrieren von Werbung. Wer sich in die Psychologie der Krise genauer hineindenkt, hat die beste Chance, die neuen Potenziale zu nutzen, die sich aus der Krise ergeben. Jetzt ist es für das Marketing Zeit, aus der Deckung zu kommen und sich mit den Instrumenten der agilen Markenführung für die Zeit der Normalisierungnach der Krise aufzustellen.

Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung!

Die Mitglieder der Chefredaktion und des Herausgeberrats